Gamer-Maus alles rund um Mäuse
June 29, 2008
Filed under: Uncategorized — admin @ 11:02 am

So, liebe Kinder vom BND, jetz passt schön auf, denn nun könnt
ihr was lernen…
Sagen wir mal, dass ich bei einem ISP arbeite und das Abhören
implementieren soll…
Wir ham 3 Uplinks, d.h. ich muss an jeden Switch auf dem ein
Uplink Router hängt einen span-Port konfigurieren.
Dann brauch ich an jedem von diesen Ports ne sniffer Kiste.
Machen wirs billig, 3x Intel Pizzabox mit Linux/snort.
Macht 3x ~2500Euro.
Na ja, nun fallen da aber pro Tag so ca. 100Gig Daten an,
brauchen wir mit Festplatten nicht erst anfangen, d.h. brauch
mer was g’scheits, ein Fileserver muss her, und zwar ein fetter.
Nehmen wir mal nen netten Netapp Filer. Macht ~250.000 Euro.
Obwohl der Filer recht fett ist, kann man das viele Zeug natürlich
nicht ewig da so rumliegen lassen. Somit muss es also irgendwie da
runter (zumal der BND das ja auch noch haben will). Machen wir’s
billig: wir schliessen an dem Filer ne weitere Kiste mit nem Brenner
an. Das Teil muss recht gute Rechenleistung haben, denn wir wollen
die Daten vorher packen. Und ein Fiberchannel Interface musses
logischerweise auch haben. Macht ~10.000 Euro(oder mehr).
So, da das CD-Wechseln nicht von alleine passiert, brauchen wir also
noch Jemand, der das erledigt. Da derjenige billig sein soll und
daher wohl keine Ahnung von Linux haben wird, müssen wir ihm erst
mal ein schickes GUI programmieren. Das macht unser Programmierer
mit Links. Für ~5.000 Euro.
So, da hockt er also, unser neuer, billiger Kollege aus Indien
(erwähnte ich schon dessen Preis von 35.000 Euro p.a.?), wechselt
also fleissig CD’s und klickt auf “OK”.
Und die CD’s stapeln sich. Ach ja - kosten tun die natürlich auch was:
1.50 Euro / CD. Da wir komprimieren, kriegen wir ca. 1.500 MB auf eine
CD. Wir brauchen dann also pro Tag ca. 65.000 CD’s.
Daraus ergibt sich ein echtes Logistik Problem. Wir stellen also noch
einen weiteren recht engagierten Kollegen ein, der den ganzen Tag
nix weiter macht, als das Zeugs in Kartons zu packen und mit dem
Sack-Karren zur Poststelle zu bringen. Der Typ ist wirklich preiswert:
19.000 Euro p.a.
Die Lady in der Poststelle ist aber voll sauer auf uns, weil sie mit
solchen Mengen nicht mehr zurecht kommt. Es muss eine Hilfskraft her.
Ludmilla aus Tschechien eignet sich hervorragend, und das für
lächerliche 14.000 Euro p.a.
Die Deutsche Post AG muss dann jeden Tag bei uns dies ganzen Pakete
wegbringen, das kostet dann nochmal …
…. Zusammenrechnen könnt ihr selbst :-) scip.